Schweiz1976: der 5-fach Mord von Seewen

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1976: der 5-fach Mord von Seewen

Ungelesener Beitrag von Patty » Sa 2. Apr 2016, 22:15

Jaeggis Fall
1976 erschüttert der fünffache Mord von Seewen die Schweiz. Polizist Max Jaeggi lässt der Fall auch nach 35 Jahren nicht los.

Von Jost Auf der Maur

© RDB, Zürich
Am 5./6. Juni 1976 wurde das heimelige «Waldeggli» in Seewen zum Ort des Grauens: Vier Leichen im Haus, das fünfte Opfer lag auf der Veranda. </p></span>

Am 5./6. Juni 1976 wurde das heimelige «Waldeggli» in Seewen zum Ort des Grauens: Vier Leichen im Haus, das fünfte Opfer lag auf der Veranda.
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Die Welt befand sich im Frühling 1976 in vertrauter Unordnung. Die Spinnerei Burlington in Arlesheim kündigte die Schliessung und den Verlust von 200 Arbeitsplätzen an. In der Tongrube von Frick AG war ein Saurier entdeckt worden. Im Gefängnis Stuttgart Stammheim fand man die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof erhängt in ihrer Zelle. Abba spielte den Song «Fernando». Und nach einem regnerischen Mai wurden die Wetterprognosen für die Schweiz günstiger. Auf den Strassen glänzten Pfützen, als am Pfingstsonntag, dem 6.?Juni 1976, endlich eine strahlende Sonne am Himmel stand. Die berühmten Kirschen im Baselbiet und im Schwarzbubenland waren reif, geplatzt im Regen, verschwendeten ihren roten Saft auf die Erde.

In Solothurn schlug es von St.?Urs und Viktor die Stunde, 12 Uhr mittags. Kurz darauf kehrte Max Jaeggi heim und setzte sich an den gedeckten Tisch. Der Mann mit dem Schnurrbart freute sich auf das Sonntagsessen, seine Frau ist eine gute Köchin. In ihrem Einfamilienhaus am Rande von Solothurn herrschte heiterer Frieden. Die drei Kinder genossen es, ihren Vater daheim zu haben.

Zwei Monate lang war Jaeggi unterwegs gewesen, mit der Swissair. Ein sogenannter Tiger, ein fliegender Polizist in Zivil. Max Jaeggi, 40, arbeitete bei der Fahndung der Kantonspolizei Solothurn. Habichtsaugen. Bekannt dafür, dass er kein Gesicht je vergass. Ehemaliger Ringer, Mitglied der Nationalmannschaft, Teilnehmer an der Weltmeisterschaft 1959 in Teheran. Die Reise mit dem Zug kostete 600 Franken, alles selber berappt. Alles längst vorbei. Jetzt sass der Fahnder mit seiner Familie beim Mittagessen. Es war halb eins, als das Telefon schellte.

Am selben Mittag, in Luftlinie nur 30 Kilometer in nordöstlicher Richtung entfernt, in einem Dorf des romantischen Waldenburgertals, rieb sich das junge Liebespaar Röbi und Anita den Schlaf aus den Augen. Es war ruhig im Haus, Anitas Eltern ausgeflogen. Am Abend zuvor hatten die beiden im Basler Kleintheater Fauteuil das Programm «Emil träumt» erlebt. Es war spät geworden. Sie brauten Kaffee und freuten sich auf ein ausgedehntes Frühstück mit Aussicht auf die zwei freien Pfingsttage. Robert Siegrist, 21, kaufmännischer Angestellter, strich sich die schulterlangen Haare aus dem Gesicht. Das Brot aus dem Dorfladen duftete. Ein perfekter Tag. Da verstummten sie mit einem Mal, hielten inne, beunruhigende Geräusche waren zu hören, leise, aber eindeutig im Haus.

weiter im link...

Video:

http://www.blick.ch/news/neue-serie-ung ... 52694.html


Bericht:

http://php.blick.ch/red/ipad/html/mordf ... seewen.php
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Ungelesener Beitrag von Patty » Fr 2. Mär 2018, 20:49

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